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23.01.2010 23:39:04Druckansicht | Kommentar

Durch Lymphdrainage alles im Fluss halten

Wer kennt das nicht, einen verstauchten oder gezerrten Knöchel, der anschwillt, das kann beim Sport aber auch beim spazieren gehen, gerade im Winter, passieren. Durch die Schwellung sammelt sich Gewebewasser an der verletzten Körperstelle an. Um diese Schwellung schneller zu lindern, und somit beizutragen, damit die Verletzung schneller verheilt, ist eine Lymphdrainage sehr hilfreich.

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Eine Lymphdrainage hilft Schwellungen abzubauen und Schmerzen zu lindern

Eine Lymphdrainage kann helfen damit die Schwellung schneller zurück geht indem der Therapeut dafür sorgt, dass das angesammelte Gewebewasser schneller und besser abtransportiert wird. Zudem sind die streichenden Bewegungen entspannend und schmerzlindernd. Diese Therapie ist noch eine relativ junge Therapieform und wird von speziell ausgebildeten Masseuren und Physiotherapeuten ausgeführt. Die Technik ist nicht vergleichbar mit einer üblichen Massage, weil die Bewegungen oft klopfend, pumpend oder streichend ausgeführt werden, was als sehr angenehm empfunden wird.

Durch den rascheren Abtransport des Gewebewassers tritt schnell eine angenehme Entspannung der betroffenen Stelle ein weil das Spannungsgefühl nachlässt. Eine Entstauungstherapie wird kombiniert indem man z.B. Stützstrümpfe trägt oder die behandelten Stellen mit elastischen Binden leicht umwickelt werden.

Zuhause kann man den Erfolg einer Lymphdrainage beschleunigen indem man leichte Bewegungen ausführt was die Durchblutung der betroffenen Stelle anregt und man sollte keine enge Kleidung tragen, die den Abtransport des Körpers behindern kann.

Eine Anwendung dauert etwa eine halbe Stunde, wenn es sich um einen vorübergehenden Lymphstau bedingt durch eine Verletzung, handelt. Wenn es jedoch eine dauerhafte Lymphschwäche ist oder ein Lymphknoten, z.B. durch eine Krebserkrankung, ganz fehlt, muss man etwa eine Behandlungsdauer von einer Stunde pro Sitzung einplanen.

Das Lymphsystem spielt eine zentrale Rolle im Körper

Das Lymphsystem spielt eine zentrale Rolle in der Ver- und Entsorgung des Körpers. Es bildet parallel zu Blutkreislauf ein eigenständiges System das ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems ist. Zum Lymphsystem gehören die Lymphknoten, die Lymphgefäße und die Lymphe (eine hellgelbe Flüssigkeit).

Im Bereich der Kapillaren, also der feinsten Blutgefäße, entsteht diese Flüssigkeit. Das Gewebe wird somit versorgt, denn nicht alle Bestandteile des Blutes passen durch die Gefäßwände, das Wasser sickert also praktisch mit diesen Nährstoffen durch. Das meiste Wasser (ca. 90%) gelangt im Anschluss über die Kapillaren wieder zurück, der Rest ist nun im Lymphsystem und wird von dort aus wieder dem Herzen zurückgeführt.

Krankheitserreger werden ins Lymphsystem geleitet um sie dort besser bekämpfen zu können. In den Knoten sind nämlich die Fresszellen und die Abwehrzellen (Lymphozyten), die zu den weißen Blutkörperchen gehören. Sie filtern Krankheitserreger aus der Lymphe und bilden oftmals lebenslange Antikörper indem sie sich das Muster bestimmter Erreger „merken“ um bei erneutem Bedarf schneller reagieren zu können.

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