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26.01.2010 18:40:24Druckansicht | Kommentar

Gibt es den richtigen oder besten Laufstil?

LaufstilLaufen kann doch jeder… Ja und nein, denn so individuell wie wir alle sind, laufen wir auch. Alle die den Laufsport interessiert beobachten oder selber ausüben wissen, dass man schon von weitem Läufer an ihrem typischen Laufstil erkennen kann. Dabei gibt es bestimmte Merkmale auf welche man bei seinem eigenen Laufstil achten sollte. Gerade in Bezug auf die Ökonomisierung seines Laufstil gibt es einiges zu beachten.

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Laufstil

Die unterschiedlichen Laufstile

Es gibt Vorfuß-, Mittelfuß- und Fersenläufer, wobei Erstere meist eher bei den schwarzen Läufern angesiedelt werden können. Das liegt daran, dass man barfuss laufend automatisch zum Vorfußläufer wird. Man kann das mal ausprobieren, wenn man barfuss läuft muss der Fuß das ganze Gewicht über die Zehen abfedern, d.h. man würde barfuss nie über die Ferse aufprallen, das gleiche gilt auch bei Laufbändern, wenn man (noch) nicht das richtige Tempo für sich gefunden hat. Die Afrikaner laufen als Kinder fast immer barfuss und daher kommt der federnde leichte Laufstil, der sehr ästhetisch anzusehen ist, da er mühelos, ja fast schwebend, aussieht.

Emil Zátopek, „die Lokomotive“, war bekannt für seinen Kraft raubenden Laufstil, der aber seinem Erfolg keinen Abbruch tat. Was bedeutet das für uns ambitionierte Freizeitläufer? Müssen wir unseren Stil ändern? Grundsätzlich einmal gilt, dass man seinen eigenen Stil niemals ganz aufgeben kann, aber man kann den Stil verfeinern und ausfeilen.

Viele Läufer machen zu große Schritte, was zwei wesentliche Nachteile mit sich bringt. Einmal „hackt“ man mit der Ferse in den Boden, wenn man vor dem Körperschwerpunkt mit dem Fuß aufkommt, was für die Knie und Hüftgelenke schädlich ist und zum anderen nimmt man sich den Vortrieb, weil man keinen runden Bewegungsablauf hat. Dadurch kostet dieser Stil viel Kraft, die man besser „investieren“ kann. Also ist es sinnvoll die Schrittlänge zu verringern und dafür die Schrittfrequenz zu erhöhen. Man kann ganz gut hinbekommen, wenn man sich vorstellt über einen heißen Asphalt barfuss zu laufen. Man würde dann automatisch die Bodenkontaktzeit verringern, was zu einem effektiveren Laufstil führt.

Wir sind durch die ganze Palette an bestens gedämpften Laufschuhen verwöhnt was den Aufprall angeht und deshalb werden wir zu Fersenläufern oder bestenfalls zu Mittelfußläufern.

Ein Umstellung des Laufstils ist zwar möglich, aber nicht einfach

Wenn man seinen Laufstil dauerhaft optimieren möchte muss man sich wirklich in der Anfangszeit konzentrieren sonst fällt man ganz schnell wieder in die bequemen erlernten Bewegungsmuster zurück, denn der Körper ist „faul“, er möchte nichts ändern was er als ökonomisch erlernt hat und man wird schnell bemerken, dass man plötzlich als erfahrener Läufer Muskelkater bekommt, speziell in der Wadenmuskulatur. Deshalb sollte man am Anfang nicht übertreiben sonst kann man schlimmstenfalls einen Muskelfaserriss, durch die momentane Überlastung des ungewohnten Bewegungsmusters, bekommen. Man wird auch bemerken, dass man unter Umständen Knieschmerzen oder Hüftschmerzen durch die ungewohnte Bewegung bekommt.

Jeder kann seinen Stil etwas ändern, jedoch kann man nicht gegen seinen Körper arbeiten, d.h. auch zukünftig wird man die Läufer noch an ihrem Stil, schon von Weitem, erkennen.

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