Verletzungsgefahr minimieren und Kreislauf ankurbeln
Aufwärmübungen haben den Sinn den Körper vor einer Belastung vor Verletzungen zu schützen, und die Leistungsfähigkeit des Körpers zu steigern. Die Muskulatur soll durch spezifische Aufwärmübungen geschmeidig gemacht werden, um beispielsweise einem Muskelfaserriss oder auch Zerrungen vorzubeugen. Aber auch das Herz-Kreislaufsystem soll schon mal "auf Touren" gebracht werden.
Aufwärmen und Dehnen
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Vordehnung eines Muskels vor seiner Belastung. Allerdings ist in diesem Zusammenhang darauf zu achten, dass man die Muskulatur nicht zu stark dehnt, damit der Muskel nicht zu schwach ist. Bei einer zu starken Vordehnung geht die Kontraktionsfähigkeit des Muskels verloren, und man ist nicht mehr so leistungsfähig. Hier ist vor allem die individuelle Konstitution des einzelnen Sportlers sehr wichtig, und jeder muss in diesem Zusamenhang seine eigenen Erfahrungen machen.
Gerade in diesem Zusammenhang kommt es auch vor allem auf die spezifische Sportart und deren Anforderungen an die Muskulatur an. Als Jogger, bzw. Ausdauersportler kann man somit weitgehend auf ein Aufwärmen verzichten, weil man einfach nur loslaufen muss. Als Sprinter sieht das schon ganz anders aus, weil die Belastung für die Muskualtur extrem hoch ist, und man sich nicht einfach durch die Sportart selbst, also durch kurze Sprints aufwärmen kann. Ebenso verhält es sich bei allen Sportarten, bei denen es auf Maximalkraft ankommt.
Allgemeines und spezielles Aufwärmtraining
Grundsätzlich kann man ein allgemeines und spezielles Aufwärmtraining unterscheiden. Beim allgemeinen Aufwärmtraining geht es darum den Körper allgemein zu erwärmen, für eine verbeserte Durchblutung der Muskulatur zu sorgen, und das herz-kreislauf-system in Schwung zu bringen. Im speziellen Aufwärmtraining werden die sportartspezifischen Muskelpartien und der dazugehörige Sehnen- und Bänderapparat auf die sportliche Belastung vorbereitet.
In einem allgemeinen Aufwärmtraining sollten man ein paar Minuten locker laufen, wobei man beim Laufen mit Hopsersprüngen, Sidesteps, Anfersen oder seitlichen Wechselschritten variieren kann. Seilspringen ist in diesem Zusammenhang auch sehr effektiv. Kreisende Bewegungen der Arme, des Kopfes der Schultern, oder des Oberkörpers lockern die obere Muskulatur. Die Beinmuskulatur wird durch das Laufen und die verschiedenen Laufarten aktiviert. Im Fitnessstudio bietet sich natürlich der Crosstrainer, das Laufband oder der Stepper an. Aber auch das Spinningbike ist eine gute Alternative.
In dem speziellen Aufwärmtraining wird sportartspezifisch auf die bestimmten Muskelgruppen eingegangen. Meist treten hier beispielsweise bei einseitigen Sportarten, wie zB Tennis, sehr große und einseitige Belastungen auftreten. Hierbei wäre das allgemeine Aufwärmtraining nicht effektiv genug, und Verletzungsgefahr wäre zu hoch.
Beim Krafttraining ist auch zu unterscheiden, welche Art von Krafttraining man macht. Macht man beispielsweise ein Kraftausdauertraining, so wird ein allgemeines Aufwärmtraining ausreichen. Macht man ein Maximalkrafttraining, so sollte man ein spezifisches Aufwärmtraining der jeweiligen Muskulatur machen. In so einem Fall macht an dem speziellen Trainingsgerät ein oder zwei Aufwärmsätze mit niedrigen Gewichten.
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