Jede Betätigung der Muskulatur kommt durch eine muskelkontraktion zustande, das heißt der entsprechende Muskel verkürzt sich. Dadurch kann der Muskel eine Muskelarbeit vollbringen, und setzt einen Körperteil in Bewegung, zum Beispiel die Tretbewegung der Beine beim Radfahren. Je öfter, je länger und vor allem je intensiver solche muskelkontraktionen stattfinden, umso mehr tendiert jeder Muskel dazu infolge dessen zu verkürzen.
Verkürzte Muskeln bringen den Körper aber aus seinem natürlichen Gleichgewicht, womit es schnell zu Haltungsschäden kommen kann. Ein Muskel verkürzt sich nicht im Laufe einer Woche. Die Muskelverkürzung ist ein Prozess über Jahre, der aber für den Körper schwerwiegende Folgen haben kann. Zum Beispiel verkürzt durch Radfahren sehr gerne der Hüftbeuger. Wirkt dem keine ausreichende gegenkraft entgegen, wie zum Beispiel die rückwärtige Oberschenkelmuskulatur, oder eine starke Bauch- und Rückenmuskulatur, verursacht der verkürzte Hüftbeuger ein Hohlkreuz.
Ein Hohlkreuz bedeutet für die einzelnen Wirbel der Wirbelsäule, dass diese nicht mehr genau plan aufeinander liegen, sondern etwas verkannten. Die Folge kann ein Bandscheibenvorfall sein. Solchen schwerwiegenden Folgen kann man entgegenwirken, in dem man es erst gar nicht zu muskulären Verkürzungen kommen lässt, und sich nach dem Sport immer dehnt.
Dehnen ist um so effektiver je zeitnäher man es an die entsprechnde sportlichern Betätigung macht. Der Hüftbeuger kann sich nur über einen langen zeitraum verkürzen, wenn man ihn nicht ausreichend dehnt. Ist er aber mal verkürzt, dann ist sehr schwierig ihn mit erfolg wieder zu dehnen. Dies ist dann ebenfalls ein langwieriger, aber nicht aussichtsloser Prozess. Mit dem richtigen bewusstsein fürs Dehnen, kann mkan sich und seinem Körper viele Beschwerden ersparen, wenn man dies gewissenhaft und regelmäßig tut. Dehnen gehört also genauso zum Sport, wie der Sport selbst
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